Die Bäckerei Ashauer erhielt im Jahr 2005 die Lizenz zum Führen des „westfalenbäcker“ - Zeichens


Der Verband der westfälischen Bäckereien, der Bäckerinnungs-Verband Westfalen-Lippe vergab an die Bäckerei Ashauer
die Lizenz zum Führen des Zeichens „westfalenbäcker“.

Es handelt sich hierbei um das Identitätszeichen der handwerklich geführten Bäckereien in Westfalen-Lippe. Nur die Betriebe, welche die strengen fachlichen und qualitativen Vorgaben erfüllen, dürfen das Zeichen führen und sind damit für den Verbraucher als Meisterbetrieb erkennbar. Damit soll sich der Kunde darauf verlassen können, dass er Qualitätsware einkauft.
 

Heutzutage treten neben den klassischen Handwerksbäckereien auch Backwaren-Discounter, Tankstellen und Supermärkte unter der Bezeichnung „Bäckerei“ als Anbieter von Backwaren auf. Mit Hilfe des „westfalenbäcker“ - Zeichens soll die handwerkliche Qualität, die in den Meisterbetrieben hergestellt und angeboten wird, herausgestellt werden.

Betriebe, die dem „westfalenbäcker“ - Verbund angehören, müssen bestimmte Anforderungen für das Identitätszeichen erfüllen. Dazu gehören:

  • Der Betrieb muss ein Meisterbetrieb sein.
     
  • Der Betrieb muss in der Innung und die Innung Mitglied des Bäckerinnungs-Verbandes Westfalen-Lippe sein oder der Betrieb muss Direktmitglied beim Bäckerinnungs-Verband Westfalen-Lippe sein.
     
  • Der Betrieb muss sich regelmäßig Qualitätsprüfungen des Bäckerinnungs-Verbandes Westfalen-Lippe unterziehen. Dabei muss jährlich mit je mindestens einem Produkt aus den drei Produktgruppen Brot, Kleingebäck und Feingebäck eine Beurteilung „gut“ oder „sehr gut“ erreicht werden. Diese Qualitätsprüfung erfolgt auf der Basis unangemeldeter Probekäufe.
     
  • Mindestens 90 % des in der Bäckerei angebotenen Sortiments muss aus eigener Herstellung oder aus der Herstellung eines anderen Handwerksbetriebes (Kooperation) kommen. Teiglinge und tief gefrorene Teiglinge gelten auch dann nicht als selbst hergestellt, wenn sie minimal veredelt werden.
     
  • Alt-(Rest-)Brotläden dürfen das Siegel „westfalenbäcker“ nicht führen, auch wenn der sonstige Betrieb die „westfalenbäcker“-Lizenz besitzt.
     
  • Die Vorschriften der Lebensmittelhygiene-Verordnungen müssen erfüllt sein, das heißt, es muss auch ein individueller betrieblicher Hygieneplan vorliegen und praktiziert werden.
     
  • Die Abgabe der Backwaren muss überwiegend in Fachbedienung erfolgen, das heißt,  
     
    • wenn ein Betrieb sowohl Bedienungsfilialen als auch Discount-Filialen betreibt, muss die überwiegende Anzahl der Filialen in Bedienung organisiert sein und
    • für die einzelne Filiale gilt, dass das Siegel nur eingesetzt werden darf, wenn in dieser Verkaufsstelle Backwaren überwiegend in Fachbedienung abgegeben werden.

Die Einhaltung dieser Kriterien wird vom Bäckerinnungs-Verband Westfalen-Lippe überwacht. Erfüllt der Betrieb die Anforderungen nicht mehr, so kann das Zeichen entzogen werden.